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3. unsere am 30.August 2016 verstorbene Hündin Amanda

 

Unsere Amanda ist eine Mischlingshündin, glücklichrweise habe ich auch beide Elternteile kennen gelernt. Sie ist in Frankfurt im Gallusviertel geboren, in einer Schrebergartenkolonie. Als ich damals mir Amanda anschaute, war ich sehr begeistert von den Umständen wie sie groß wurde. Mit sehr viel Liebe begrüßte mich die Mutter ( eine Boxer - Windhund Mischung ) so, als würde sie mich schon ewig kennen. Mir war da sofort klar, mit viel Liebe wuchsen sie auf. Der Vater war ein etwas knorriger Zeitgenosse ( ein Husky - Mops Mischling ) , allen beiden Elternteilen sah man auch sofort an, welche Rassen da mitgemischt hatten. Amanda kam direkt zu mir gewackelt und ich entschied mich auch sofort für sie, die Mutter lies mich gewähren mit Schmusen und Streicheln ohne irgend eine abneigende Haltung mir gegenüber - also stimmte da auch die Chemie. Leider durfte ich sie nicht gleich mitnehmen, sondern ich musste noch eine Woche warten bis die Jungen alt genug waren. Diese Woche war für mich eine Qual. Ich hatte mich richtig in das kleine Geschöpflein verliebt und irgendwie immer etwas Angst dass ich sie doch nicht bekomme. Der Tag kam und wir gingen dann ab da einen langen, schweren, schönen, interessanten und aufregenden Lebensweg, von dem ich keine Minute missen möchte.

 

 

Zu der Zeit arbeitete ich in der Altenpflege noch im Altenheim und so konnte sie jeden Tag mit zum Dienst, was sie ausgiebig auslebte und viel Spaß dabei hatte. So wuchs sie dann regelrecht im Altenheim auf. Leider hatte sie eines Morgens auf dem Weg zur Arbeit Rattengiftköder gefressen, welche ihr zum Verhängnis wurden. Einige Tage Tierklinik und langwierige Behandlung, von den Kosten ganz zu schweigen. Aber sie hat es überlebt und sich wieder gefangen.

Irgendwann entschloss ich mich in die häusliche Pflege in den Riederwald zu gehen, wo sie sich zu einer unentbehrlichen Persönlichkeit im Umgang mit meinen Patienten entwickelte.  Bei problematischen Patienten konnte ich sie ohne Probleme alleine lassen, sogar nachts. Sie gab meinen Patienten immer wieder Lebensmut und blieb ihnen treu bis zum Ableben. Wenn notwendig schlief sie bei Patienten im Bett. Sie saß mit Patienten beim Essen am Tisch, gerade dann wenn die Patienten nicht essen wollten war sie auch wieder eine große Unterstützung. Sie litt dann aber auch sehr wenn ein Patient verstarb, das war ganz schlimm als Ursula S. verstorben ist, da wollte sie nicht mehr fressen.

Als ich meine Lebensgefährtin Monika kennen gelernt habe, dachte Amanda bestimmt sie ist eine neue Patientin, denn sie begrüßte sie als wüßte sie, dass sie von nun an ihre Begleiterin sein wird. Amanda liebte Monika von Anfang an. 

Im Oktober 2011 hatte sie einen kleinen Kater adoptiert und diesen großgezogen, er hatte irgendwann Manieren eines Hundes, war aber ein ganz ganz lieber, er hörte, er bettelte und klaute nicht, war die Ruhe selbst. (.....bei ihm gehts weiter)

Im Schwarzwald hatte Amanda dann einen Gewinn wie einen Sechser im Lotto. Ländliche Gegend, Felder, Wiesen, viel Grün und Wald und mit Luzy der Hündin meiner Lebensgefährtin verstand sie sich auf Anhieb, heute sind die beiden unzertrennlich. Luzy hielt Amanda jung und Amanda hielt Luzy davon ab weiter alles kaputt zu machen.

Im Januar 2016 ist Amanda dement geworden, aber nicht weniger liebenswert, sondern einfach hilfebedürftiger. Das stand ihr aber auch zu, nachdem sie sich viele Jahre für meine Patienten aufgeopfert hatte.

 

Nichts an Essen war mehr sicher vor ihr, sie klaute wie ein Rabe ( früher hat sie alles bewacht und du konntest alles stehen lassen, sie ging an nichts, aber auch an gar nichts.) Sie vergaß  sogar, dass sie gerade gefressen hatte. Leider hatte sie auch schwere Arthrose und viele Schmerzen. Ich hatte mich damit abgefunden sie in Ruhe gehen zu lassen, doch der Gedanke war wie ein Messerstich in meinem Herzen. Der Gang zur Tierärztin war eine Qual für Monika und mich. Doch dann kam eine unsagbare Wende!!! Sie bekam eine Tablette die ihr die Schmerzen nehmen würde, so richtig glaubte ich nicht daran, im Gegenteil ich dachte klar die Ärztin will Medis verkaufen. Aber gleich am nächsten Morgen wurde ich eines besseren belehrt. Amanda kam aufs Bett gesprungen, freudig schmusend was wir schon lange nicht mehr an ihr gesehen hatten, im Gegenteil sie hatte sich immer ins Dunkle zurückgezogen. Seite diesem Zeitpunkt bekam sie nun einmal im Monat diese Tablette und sie lebte sehr gut damit.

 

 

" Amanda, ich hoffe, dass wir noch viele Jahre mit Dir gemeinsam verbringen können."

( im Febr. 2016)

 

Dein Herrchen, Weggefährte uvm.

 

 

 

Amanda hat uns verlassen

 

 

 

Wenn die Tränen unaufhaltsam rollen....

an meine geliebte Amanda, im Sommer 2006 sehnte ich mich nach einem Kameraden in Frankfurt, dank Birgit durfte ich Deine Mama kennenlernen,sie hatte keine Probleme dass ich ihre Kinder sehen durfte,im Gegenteil, Deine Mama, sie begrüßte mich,als kenne sie mich schon 20 Jahre,

so präsentierte sie mir ihre Kinder....Du kamst gleich zu mir, das Eis war gebrochen und meine Entscheidung gefallen. Eine ganze Woche musste ich noch warten, warten darauf Dich bei mir zu haben, denn Du warst noch zu jung. Dein Herrchen und Frauchen waren ein Paar mit Tierliebe und Verantwortung, was auch gut so war, Du hattest eine sehr gute Kinderstube, das hat Dich so faszinierend gemacht, so einzigartig gut. Ganz dicke Freunde sind wir geworden, alles geteilt Teller, Bett und Essen, ich hatte in der Zeit nicht viel, aber für Dich alles, das war wichtig, ich habe Dich geliebt wie ein Kind .Du warst eine sehr tapfere Hündin. Schon als Kind hast Du Rattengift gefressen – das war mein erstes Bangen aber wir haben Dich in der Klinik gesund bekommen.Gearbeitet habe ich in der Pflege, Du durftest mit, immer wann Du wolltest,Du hattest großen Spaß dabei, erst im Altenheim und dann dann bei den Patienten zu Hause, Du hast eine hammergute Arbeit geleistet, immer und immer wieder. Bei den Patienten warst Du,  bis sie die Augen für immer schlossen, tapfer und mutig. Immer wieder hast Du geliebt und musstest grausam wieder loslassen, aber Du warst stark. Amanda Du bist eine starke Persönlichkeit, überall warst Du beliebt, überall willkommen, meine Freunde waren nur Freunde wo auch Du willkommen warst, ganz dicke Freunde von Dir waren Carla und Familie, sie haben viel für Dich getan, Dich viel mitgenommen, Du hast auch sie geliebt, doch dann...leider hatte ich wenig Zeit für Freunde, so zerbrach diese Freundschaft. Aber sie haben eine große und vor allem eine schöne Rolle in Deinem Leben gespielt, dafür ein danke an Carla und Familie. In der Pflege gab es ein paar Spezialisten, die waren Dir sehr wichtig, so die Uschi, der Willi und die Annemarie , die Elli, Ilse und wie alle hießen . Als sie gehen mussten, auch da ist innendrin in Dir ein Teil gegangen, doch wie immer – Du warst stark. Weißt Du noch Amanda, alles haben wir gemeinsam gemacht, einmal freute ich mich so sehr mit Dir Zug zu fahren nach Waldfischbach, die Romy wollten wir besuchen, sie hatte ich nach 35 Jahren wieder gefunden. Du hast gesehen, ich packte einen großen Rucksack mit Klamotten. Du hattest Angst, große Angst ich würde abhauen, aber hast mir nichts sagen können, doch zu helfen hast Du Dir gewusst. Nachts als ich schlief!! Hast Du es ausgenutzt, die Träger von dem großen Rucksack abgefressen, morgens ohje – wohin mit meinen Klamotten ? Abwarten, einen neuen im Bahnhofsviertel kaufen und später fahren wie geplant. Du hast nicht gewusst, dass Du mitfahren durftest, egal Du warst mein Schatz. Viele Momente, weißt Du noch als Du in Urlaub bei Willi und Traudel warst als ich zweiWochen an der Cote azur war. Spaß hattest Du, großen Spaß, sogar einmal ab in den Wald ausgebüchst aber wieder gekommen. - Willi hatte Angst, aber Du hättest ihn nie enttäuscht und bis wieder aus dem Wald gekommen, Weißt Du noch die ängstliche Nathalie vom Dings vom Dach – die hat Dich in Hofheim „sieht gefährlich aus „ eingestuft , Angst Du könntest ihren teuren Rassepudel beissen, dabei hattest Du schon längst gefrühstückt. Weißt Du noch der Klaus aus Sachsenhausen ? Den hast Du geliebt als sei es Dein Bruder.Wie oft seid ihr an den Langener Waldsee gefahren, mächtig Spaß hattet ihr. Wie oft hat er Dich abgeholt zum Gassi gehen.  Weißt Du noch als Ihr beide mir so einen Schrecken eingejagt habt??? Samstags als Du mit Klaus unterwegs warst im Tafelauto die Bäckertour, Du angeschnallt auf dem Beifahrersitz???? Meine Güte, ich war wütend, sehr wütend, wenn das das Ordnungsamt das sieht? Ab, ganz schnell in meine Wohnung zurück!! So was ging gar nicht. Aber Du warst halt Amanda. Im RTW bist Du mitgefahren,hast Patienten begleitet, -war nicht zulässig – doch man verwehrte  Amanda nichts, alle haben Dich geliebt die Dich kannten. Wieviele Nächte hast Du an Betten gewacht, Nähe gegeben, getröstet, einfach da gewesen, so dass niemand alleine sterben musste, Schatz was Du geleistet hast, das muss erst Jemand bringen. Beliebt warst Du, gewünscht wurdest Du immer, sogar zur Beerdigung auf dem Hauptfriedhof, knapp aber Du hast es wieder einmal durchgesetzt dass des Patienten letzter Wille respektiert wurde, beigewohnt bei Trauerfeiern in der Kirche und Beisetzungen. Benommen wie ein Profi hast Du Dich. Im Altenheim im Alten Wiesenhüttenstift, da wurdest du groß, jeden Tag gearbeitet, bewacht, gepflegt geschmust, im Park hinterm Heim, Dein Paradies. Auch im neuen Wiesenhüttenstift in Preungesheim warst Du jeden Tag alleine im Haus unterwegs, Deine Patienten hast Du Dir selbst ausgesucht, sogar mit in die Messe bist du geschlichen, warst still und ruhig bis zur Kommunion. Und dann, dann wolltest auch du so ein Leckerchen das ging nicht, oh meine Maus Du hast uns viele tränenreiche Stunden der Freudentränen geschenkt, daran müssen wir jetzt denken, Du hast Dir deine Ruhe im wahrsten Sinne verdient und die bekommst du hier bei uns. Amanda es tut so weh,das weißt auch Du, aber ich nehme die vielen schönen Erinnerungen, deine Erfolge die nehme ich als Trost als Trost der mir hilft die schweren Stunden zu meistern. Der Platz in meinem Herzen ist so groß und immer für Dich reserviert, was hast Du Monika geliebt, Du hast an ihr gehangen als hätte sie Dich groß gezogen. Monika war für Dich der Sonnenschein, endlich eine Person an Deiner Seite die stark war, die du nicht bewachen musstest, wo Du nicht neben schmutzigen Windeln gesessen hast, Monika war dein Sonnenschein und wird es für Dich immer bleiben, das weiß ich und ich finde es schön, ich gönne es ihr und ich gönne es Dir, ich war nie eifersüchtig, warum ? Du musstest in all den Pflegejahren soviel teilen und soviel loslassen jetzt warst Du einmal an der Reihe, Du warst Mittelpunkt, das hast Du Dir redlich verdient. So viele schöne Szenen, Stunden und Jahre, die Du mir und uns geschenkt hast sind unbezahlbar, die Erinnerungen unvergänglich. Lebewohl mein Schatz, grüße alle Anderen die wir kennen, grüße den Hektor, sag ihm sein Herrchen denkt immer an ihn. Sag dass wir auch an alle denken, aber arbeite nicht mehr, gönne dir die Ruhe im Regenbogenland.

Daniel, Monika, Luzy und Seppelchen

 30.08.2016