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Kleines bisschen

Nur ein kleines bisschen Güte
zu den Kindern dieser Welt,
und sie werden auch begreifen,
dass man stets zu ihnen hält.

Nur ein kleines bisschen Rücksicht
auf den Menschen neben dir;
keine Vorurteile wegen
Glaubensrichtung und Hartz IV.

Nur ein kleines bisschen Gradheit,
klare Worte, nett gesagt,
und so manche kranke Seele,
einen neuen Anfang wagt.

©Norbert van Tiggelen

Wunschdenken

Wünsche sind wie Weggefährten,
sie begleiten uns durchs Sein.
Das war immer so gewesen,
seit Geburt - tagaus, tagein.

Sei’s der Wunsch nach Lebensmitteln,
einer Wohnung, etwas Geld,
warmer Kleidung, Recht und Frieden
unter unsrem Himmelszelt.

Wünsche werden aber größer,
kommt ein Mensch erstmal voran.
Hat er Zaster, merkt er plötzlich,
was er sich doch leisten kann.

Wie benebelt wird sein Denken,
er will eins nur: immer mehr.
Dass er sich dabei entfremdet,
merkt er gar nicht allzusehr.

Eines Tages wird er grübeln,
sehr vermögend, doch allein;
denkt sich: Ohne diesen Reichtum
würde ich zufriedner sein.

©Norbert van Tiggelen 081217

Ich geh leben

Ich pfeif drauf, was andre sagen,
mache dass, was mir gefällt,
auch wenn man mich – wie so oft schon –
für ein Riesen-Arschloch hält.

Lasse mich nicht unterkriegen
oder aus dem Wege zerr’n;
jede andre Menschenseele
hätte das wohl auch nicht gern.

All die üblen Heucheleien
hab ich überlebt – und jetzt?
Wer nun glaubt, ich lieg am Boden,
hat mich deutlich unterschätzt!

Ich geh aufrecht, immer weiter,
Tag für Tag und Schritt für Schritt,
motiviere meine Nächsten.
Ich geh leben – wer kommt mit?

©Norbert van Tiggelen 101217

Ehrlichkeit bedeutet

Ehrlichkeit bedeutet nicht nur
seinen Nächsten zu belehr’n,
ihm den Spiegel vorzuhalten -
viele machen so was gern.

Ehrlichkeit, das heißt genauso,
seine eignen Fehler seh’n,
sie nicht feige zu bestreiten,
um sie so zu übergeh’n.

©Norbert van Tiggelen

Ich geh leben

Ich pfeif drauf, was andre sagen,
mache dass, was mir gefällt,
auch wenn man mich – wie so oft schon –
für ein Riesen-Arschloch hält.

Lasse mich nicht unterkriegen
oder aus dem Wege zerr’n;
jede andre Menschenseele
hätte das wohl auch nicht gern.

All die üblen Heucheleien
hab ich überlebt – und jetzt?
Wer nun glaubt, ich lieg am Boden,
hat mich deutlich unterschätzt!

Ich geh aufrecht, immer weiter,
Tag für Tag und Schritt für Schritt,
motiviere meine Nächsten.
Ich geh leben – wer kommt mit?

©Norbert van Tiggelen 101217

Wunschdenken

Wünsche sind wie Weggefährten,
sie begleiten uns durchs Sein.
Das war immer so gewesen,
seit Geburt - tagaus, tagein.

Sei’s der Wunsch nach Lebensmitteln,
einer Wohnung, etwas Geld,
warmer Kleidung, Recht und Frieden
unter unsrem Himmelszelt.

Wünsche werden aber größer,
kommt ein Mensch erstmal voran.
Hat er Zaster, merkt er plötzlich,
was er sich doch leisten kann.

Wie benebelt wird sein Denken,
er will eins nur: immer mehr.
Dass er sich dabei entfremdet,
merkt er gar nicht allzusehr.

Eines Tages wird er grübeln,
sehr vermögend, doch allein;
denkt sich: Ohne diesen Reichtum
würde ich zufriedner sein.

©Norbert van Tiggelen 081217

Erste Hilfe

Manchmal gibt es dunkle Zeiten,
so ist das im Leben mal;
die belasten unsre Nerven,
schließlich sind wir nicht aus Stahl.

In so einer Lage steckst du,
darum geht es nicht voran.
Du fühlst dich total gerädert,
wie in einem schlechten Bann.

Deine Laune ist im Keller
und der Akku ziemlich leer.
Darum hat die zarte Seele
keine Kraft zur Gegenwehr.

Weil ich deinen Unmut kenne, 
schlägt es bei mir laut Alarm;
darum nehm ich dich jetzt einfach
ganz, ganz lieb in meinen Arm!

©Norbert van Tiggelen

Meine Partei würde "KWADV" heißen - und eure?

Klare Worte an das Volk

Hätt’ ich mal die große Chance
zur 'ner Red’ im Bundestag,
dabei - klar doch! - Funk und Fernseh’n,
glaubt es mir, euch träf’ der Schlag!

Ich würd’ einmal ganz kurz hüsteln
und dann atmete ich ein,
hielt dem Volke diese Rede,
und das, ohne falsch zu sein:

Gunst ist für euch nur ein Wort,
Mobbing euer Lieblingssport,
kommt nur an, wenn’s bei euch raucht,
Hilfsbereitschaft wird missbraucht.

Kinderzimmer - Ort des Grauens,
kaum noch Spuren des Vertrauens,
Stil und Anstand sind zunichte,
guter Wortschatz ist Geschichte.

Neid und Raffgier - Herr der Sinne,
wichtig sind Euch nur Gewinne,
kaum Respekt vor alten Schwachen,
haben lang schon nichts zu lachen.

Internet verseucht die Seelen,
seht, wie sich die Kinder quälen,
Trauermärsche sprechen Bände,
Amokläufe ohne Ende.

Faulheit wird hier gut bezahlt,
mancher Nichtsnutz damit prahlt,
Widerstände, sie verstummen,
die Malocher sind die Dummen.

Alkohol beherrscht das Denken,
dumme Eltern Kinder lenken,
pfeifen auf Moral und Sitte,
kennen nicht das Wörtchen „Bitte“.

Tiere werden totgequält, 
denn der Pelz am Körper zählt,
Brillianten an den Händen,
„Deutsche raus“ steht an den Wänden.

Legostein und Teddybär,
sind des Kindes Freud nicht mehr,
lieber eine Spielkonsole,
Fahrtenmesser und Pistole.

Nächstenliebe wird verspottet
und durch Undank ausgerottet,
der Dank - er ist, man wird belogen
und sogar durch den Dreck gezogen.

Panzer, die bewirken Schäden,
sind die Hits in Spielzeugläden.
über Kriege wird gelacht -
Mann, habt Ihr es weit gebracht!

Ruhm und Prunk - der Stolz der Reichen,
gehen sehr oft über Leichen,
die Welt verliert das Gleichgewicht,
schlimm ist nur, Ihr merkt es nicht.

Warum wartet ihr so lange,
ist euch denn nicht etwas bange?
Muss denn erstmal was geschehen,
dass wir andre Wege gehen?

Ganz zum Schluss noch einen Rat:
Schreitet langsam mal zur Tat,
fanget an zu überlegen, 
allein schon Eurer Kinder wegen.

©Norbert van Tiggelen

Unbrauchbar!?

Tausendmal half ich den Menschen,
ganz egal, ob Tag, ob Nacht;
hab mir dabei meinen Rücken
oftmals derbe krumm gemacht.

Hab dafür kein Geld genommen,
bin doch Kumpel – kein Problem;
meinen Nächsten auszubeuten,
für mich nie in Frage käm'!

Danke sagte man von Herzen,
reichte mir auch völlig aus.
Ich war halt ein „Gerne-Helfer“-
motiviert und geradeaus.

Doch hört zu, was ich euch sage,
irgendwas läuft echt verkehrt:
Machte ich ‘nen kleinen Fehler,
war ich plötzlich nichts mehr wert.

©Norbert van Tiggelen

Euch allen einen tollen Start in die neue Woche. :)

Käffchen

So ein Kaffee, der ist spitze,
eine Guten Morgen Spritze;
aber auch so zwischenzeitlich
ist er für mich unvermeidlich.

Ganz allein der Duft beim Kochen
zieht durchs Mark und durch die Knochen;
schlürf ich ihn dann mit Genuss -
ist vergessen manch Verdruss.

©Norbert van Tiggelen

Kennt ihr euch aus?

Danke Deutschland

Schönen Dank mein liebes Deutschland,
dass ich bin ein Teil von Dir.
Deine Berge, Flüsse, Seen
sind so edel wie Dein Bier.

Vielen Dank auch für den Frieden,
den Du uns seit langem schenkst.
Auch wenn Du nach meiner Meinung
viel zu oft an andre denkst.

Lieben Dank für die Gesetze,
die meist wirklich nötig sind.
Ohne sie wär’ hier nur Chaos
und verloren manches Kind.

Teuren Dank für all die Straßen, 
Autobahnen und Chausseen,
die Du für uns pflegst und hütest,
ohne sie würd’ vieles steh’n.

Besten Dank für all die Häuser,
Einkaufszentren, Schulen, Zoos, 
die Du uns zum Leben bietest,
und grad das macht Dich famos.

Ganz zum Schluss auch noch ein Danke,
dass Du mir so oft verzeihst,
wenn ich über Dich mal schimpfe -
doch manch’ Steuer find ich dreist.

©Norbert van Tiggelen

Lichtarbeiter

Lichtarbeiter, das sind Seelen,
die sich oft durchs Leben quälen,
weil sie ständig daran werken,
Gottes Schein und Gunst zu stärken.

Ständig basteln sie an Sachen,
die den Menschen Freude machen;
wollen damit Lichter zünden,
um den Wandel anzukünden.

Würd’ es diese guten Menschen
hier nicht geben - glaubt es mir -,
dann regierten unsre Köpfe
lang schon Habsucht, Neid und Gier.

©Norbert van Tiggelen

Jahresende
(Die Danke–Version)

Nun geht es mit großen Schritten 
auf das Jahresende zu.
Was ich euch jetzt sagen möchte,
das geschieht gewiss im Nu:

Danken möcht' ich all den Seelen,
die mir hielten treu die Hand,
die mich auch mal kritisierten,
dass ich wieder zu mir fand.

Denen ich mein Leid erzählte,
die mir schenkten oft ein Ohr.
Ich versuch', es zu versprechen:
Nächstes Jahr kommt’s seltner vor!

Ohne diese tollen Menschen
- das ist für mich sonnenklar -
wär’ mein Leben halb so schön nur -
freu mich schon aufs nächste Jahr!

©Norbert van Tiggelen 12/2013

Behaglichkeit

Wenn es draußen stürmt und windet,
bin ich liebend gern zuhaus.
Dort ist‘s kuschlig und gemütlich,
drum spannt auch die Seele aus.

Dann koch ich mir einen Kaffee
oder einen leckren Tee,
strecke mich auf meinem Sofa –
schlechte Laune ist passè.

©Norbert van Tiggelen

Tritt kürzer!

Manchmal muss man Egoist sein,
da gibt's keine Diskussion.
Immer nur für andre da sein
sorgt einmal für Frustration.

Es sind zwar sehr nette Gesten,
doch sei bloß kein Hampelmann;
ich will dir damit nur sagen:
Vorsicht, man gewöhnt sich dran!

©Norbert van Tiggelen

61Gedichte von Norbert van Tiggelen

Lebenswertes

Der Taube würd’ sich riesig freuen,
hätt’ er ein gesundes Ohr;
die Welt, in der er plötzlich lebte,
käm’ ihm sehr lebendig vor.

Der Blinde würde Räder schlagen,
wär’ ein Auge bloß gesund;
plötzlich sähe er die Farben,
seine Welt wär’ endlich bunt.

Der Stumme machte Freudentänze,
könnte er nur leise tuscheln.
Er könnt’ sagen, was er fühlte,
selbst wenn’s wäre nur ein Nuscheln.

Der Reiche ist oft dann nur glücklich,
wenn sein Geld sich stets vermehrt.
Ihn macht nur der Zaster freudig –
und das Leben lebenswert.

©Norbert van Tiggelen

 

Väter und Erzeuger

Männer, die mit Frau und Kind,
getreu durchs Leben wandeln
und diese auch stets liebevoll
sowie gerecht behandeln,

die nennt man Väter, und zu Recht,
denn da gibt‘s auch gewisse;
die sind zu schwach und auch zu faul
für kleinste Hindernisse.

Sie denken immer nur an sich,
sind kleine schwache Beuger;
drum nennt man sie empfindungslos
ganz einfach nur „Erzeuger“.

©Norbert van Tiggelen

Verbiegen lassen?!

Ich verbieg mich nicht für andre,
sorry Leute – keine Lust!
Sich zu ändern auf Kommando
sorgt zumeist für Gram und Frust.

Wer mich mag, wird mich auch schätzen,
wenn ich bleibe, wie ich bin.
Wer’s nicht rafft, dem sag ich lässig:
„Prima, geh woanders hin!

Tu mir dann noch ’nen Gefallen:
Halt dich demnächst von mir fern;
Menschen, die mich ändern wollen,
hab ich überhaupt nicht gern!“

©Norbert van Tiggelen 101217

Traurig, aber wahr

Du machst Dir Gedanken,
warum man Dich hasst,
wieso vielen Menschen
Deine Nase nicht passt.

Du warst immer ehrlich
und stets geradeaus.
Man dankte mit Tritten
statt Lob und Applaus.

Du gingst deine Wege
zur Not auch allein
und machtest Dich niemals
vor andern klein.

Ich kann Dir jetzt sagen,
wo oft drückt der Schuh:
Man sieht Dich als Vorbild -
doch niemand gibt’s zu.

©Norbert van Tiggelen

Über Leichen gehen

Um hier auf Gottes Erden
im Leben zu bestehen,
musst Du tricksen, täuschen
und über Leichen gehen.

Mit Ehrlichkeit und Liebe
kommst Du nicht wirklich weit.
Eiskalt wirst Du ausgenutzt,
ist keine Seltenheit.

Dann fängst Du an zu zweifeln
an Dir und Deinem Weg.
Warum bist Du so artig
und nicht - wie andre - schräg?

Doch glaube mir das Eine:
Bleib einfach, wie Du bist!
Denn Gott belohnt die Güte
und nicht die Hinterlist.

©Norbert van Tiggelen

Lebenswertes

Der Taube würd’ sich riesig freuen,
hätt’ er ein gesundes Ohr;
die Welt, in der er plötzlich lebte,
käm’ ihm sehr lebendig vor.

Der Blinde würde Räder schlagen,
wär’ ein Auge bloß gesund;
plötzlich sähe er die Farben,
seine Welt wär’ endlich bunt.

Der Stumme machte Freudentänze,
könnte er nur leise tuscheln.
Er könnt’ sagen, was er fühlte,
selbst wenn’s wäre nur ein Nuscheln.

Der Reiche ist oft dann nur glücklich,
wenn sein Geld sich stets vermehrt.
Ihn macht nur der Zaster freudig –
und das Leben lebenswert.

©Norbert van Tiggelen

Aus die Maus

Jemand sagte mal im Hochmut,
ich sei ein ganz armer Wicht;
Haus und Auto, Schmuck und Aktien,
tut ihm leid, das hätt' ich nicht.

Ich fing sofort an zu schmunzeln,
dachte mir: Was für ein Clown!
Habe ihm dann auch ganz sachte
dieses Sprüchlein reingehau’n:

Wichtig ist, du hast Charakter
und das Herz am richt’gen Fleck;
lieber arm wie Kirchenmäuse,
aber Rückgrat im Gepäck!“

©Norbert van Tiggelen

Unbrauchbar!?

Tausendmal half ich den Menschen,
ganz egal, ob Tag, ob Nacht;
hab mir dabei meinen Rücken
oftmals derbe krumm gemacht.

Hab dafür kein Geld genommen,
bin doch Kumpel – kein Problem;
meinen Nächsten auszubeuten,
für mich nie in Frage käm'!

Danke sagte man von Herzen,
reichte mir auch völlig aus.
Ich war halt ein „Gerne-Helfer“-
motiviert und geradeaus.

Doch hört zu, was ich euch sage,
irgendwas läuft echt verkehrt:
Machte ich ‘nen kleinen Fehler,
war ich plötzlich nichts mehr wert.

©Norbert van Tiggelen

Für die ganz besonderen Menschen, die uns schon oft beigestanden haben...

Thank you, Danke und Merci!

Vielen Dank für all die Dinge,
die du für mich hast getan!
Du warst oft ‘ne tolle Stütze,
voller Großmut und Elan.

Brauchte bei dir niemals betteln
oder lange anzusteh’n,
du hast meine „Katastrophen“
größtenteils von selbst geseh’n.

Danke, dass du so ein Freund bist –
du bist wirklich ein Geschenk;
ohne dich wär vieles dunkel,
kompliziert und furchtbar eng.

Für dich diese warmen Zeilen,
hellster Stern der Galaxie;
ich bin froh, dass ich dich habe –
thank you, danke und merci!

©Norbert van Tiggelen 071218

Verkehrte Welt

Offenheit, Entgegenkommen,
Mitgefühl und Menschlichkeit -
damit erntet man oft Tritte, 
sorry Leute, tut mir leid.

Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft
bringen Dir nicht selten Hohn.
Ausgenutzt wird meist der Gute - 
Undank ist der Welten Lohn.

Mit Betrug und Ellenbogen,
Arglist, Schmach und Heuchelei
kommst Du voran oft im Leben.
Ist das nicht 'ne Schweinerei?

Vorurteile und Gerede
sind inzwischen sehr begehrt.
Lügnern glaubt man ihre Reden -
Mann, was ist die Welt verkehrt!

© Norbert van Tiggelen

Anruf gen Himmel

Gerade jetzt zur Lichterzeit,
da denke ich an Seelen,
die einst von mir gegangen sind
und mir ganz mächtig fehlen.

Meist werd' ich dabei traurig,
das Herz ist kalt und leer.
Ein Anruf in den Himmel,
den wünsch ich mir dann sehr.

Würd' ich die Stimmen hören,
tät' manche Träne fließen;
jedoch das Fest der Liebe
könnt' freudig ich genießen.

©Norbert van Tiggelen

Wahre Champions

Champions werden nicht geboren,
nein, sie müssen lange fighten,
sich mit Nebenbuhlern raufen –
debattieren, kämpfen, streiten.

Einen langen Weg begehen,
der oft steil und holprig ist,
sich gemeinen Menschen stellen
und so mancher Hinterlist.

Siegeswillen stets zu zeigen,
sieht’s auch noch so düster aus;
Fehlurteile zu verkraften,
Zeiten ohne/mit Applaus.

Hat ein Mensch all das erduldet,
ohne dabei fortzurennen,
steht noch meinungsstark im Leben -
darf er sich ein „Sieger“ nennen.

©Norbert van Tiggelen

Ob Apfel, Kirsche oder Feige - du spielst stets die erste Geige! :)

Ich bleibe, wie ich bin

Ich mag keine Sprücheklopfer,
die mich sehen wie ein Opfer,
nur weil sie vor Selbstsucht stinken
und darum in Trance versinken.

Ich mag keine reichen Prahler,
die dem armen Steuerzahler
ständig in den Hintern treten,
so was machen nur Proleten.

Ich mag keine falschen Dichter,
die sich sehen als ein Richter
und mit ihren miesen Lügen
sich und auch die Welt betrügen.

Ich mag keine Rechtsverdreher,
ebenso wie Eckensteher. 
Ihr seid für mich kein Gewinn,
Ich bleib lieber, wie ich bin.

©Norbert van Tiggelen

Wer ist es bei euch?

Zu Hause

Zu Hause ist dort,
wo man dich liebt,
wo man dich koset
und dir vergibt.

Dort, wo du gern bist
wo man dich begehrt.
wo man sich behutsam
um dich sorgt und schert.

Drum fühle dich glücklich
denn eins hat Gewicht:
Es gibt auch Menschen
die haben das nicht.

©Norbert van Tiggelen

Euch allen eine besinnliche Lichterzeit! <3

Lichterzeit

Nun beginnt die Zeit der Lichter,
das Weihnachtsfest ist nicht mehr weit.
Ich wünsche Dir, ihr zu begegnen,
in Liebe und mit Herzlichkeit.

Schon bald ist das Jahr zu Ende,
welches nicht sehr einfach war. 
Das neue soll Dir Frieden geben
und Gesundheit, ist doch klar.

©Norbert van Tiggelen

Winterimpressionen

Bäume weiß wie Puderzucker,
von den Flocken fein geschmückt,
Meisenringe dicht besiedelt,
Vogelherzen sind entzückt.

Schlittenkufen glänzen blendend
in der Sonne hellem Strahl,
Nebelbänke früh am Morgen,
frostig, Himmel blau wie Stahl.

Der zarte Hauch des Winterwindes
singt ganz zart sein kaltes Lied,
Raben hocken auf Antennen,
krächzend stumm in Reih und Glied.

©Norbert van Tiggelen

Geradeaus sein

Menschen, die meist geradeaus sind,
haben’s manchmal richtig schwer.
Denn bei ihnen stoßen Heuchler
größtenteils auf Gegenwehr.

Wehrlos mit dem Strom zu treiben,
das liegt ihnen ganz weit fern.
Aufrecht geh’n und Zähne zeigen
ist für sie des Lebens Kern.

Weil sie einen Standpunkt haben,
schätzt man sie als schwierig ein.
Doch im Grunde ihres Herzens
sind sie treu, gerecht und rein.

Würd' es mehr von ihnen geben,
würd’s der Welt wohl schaden nicht;
denn wo Kritik wird geäußert,
ist auch Besserung in Sicht.

©Norbert van Tiggelen

Ob in einer Beziehung oder in einer Freundschaft - Eifersucht, ist eine ganz gefährliche Sache, die diese zu Brüche gehen lassen kann...

Eifersucht

Eifersucht ist eine Sache,
die tut keiner Freundschaft gut;
muss ein Mensch darunter leiden,
brennt’s in diesem Bund akut.

Ständig unter Druck zu stehen,
raubt der Seele jede Lust,
diese Freundschaft fortzusetzen –
und sie endet meist im Frust.

Darum rate ich dir eines,
dass sie nicht zerbrechen kann:
Lass sie ohne Zwänge leben,
leg ihr niemals Ketten an.

©Norbert van Tiggelen

Musik

Sie kann Dich zum Träumen bringen,
küsst die alten Zeiten wach.
Hörst Du sie mit netten Menschen,
sprudelt er, Dein Lebensbach.

Bist Du tief in ihr versunken,
singst und tanzt Du ganz allein,
fühlst Dich oft wie neu geboren,
als wäscht sie die Seele rein.

Meistens fällt die Arbeit leichter
mit `nem flotten Lied im Ohr.
Sie lässt Zeit im Flug vergehen,
so kommt’s Dir zumindest vor.

Für den einen ist’s der Schlager,
für den andren Blues und Soul.
Country hört man häufig gerne,
oftmals auch den Rock’n Roll.

Volksmusik nicht zu vergessen,
und auch nicht der Rock und Pop.
Techno, Reggae, Jazz und Klassik,
und der Seele geht es top.

©Norbert van Tiggelen

WAHNSINNIG SEIN ???

Hand aufs Herz – sind wir mal ehrlich:
„DEPRESSIONEN“ ist ein Wort,
welches uns doch mittlerweile
mächtig in den Seelen bohrt.

Oft glaubt man, das DEPRESSIVE
ZORNIG sind und RABIAT,
Menschen, die durchweg VERRÜCKT sind
und bereit zu JEDER TAT.

Menschen, die man MEIDEN sollte,
weil sie BRANDGEFÄHRLICH sind;
UNGEHALTEN, BÖSE, DÜSTER
und zumeist vor JÄHZORN blind.

ACHTUNG !!!

Depressiv zu sein, bedeutet
oft, dass man 'ne Seele hat, 
die sehr warm und herzensgut ist -
spürt sie Falschheit, liegt sie matt.

©Norbert van Tiggelen

Gottes Mühlen

Gottes Mühlen, mahlen langsam 
wenn wir es auch oft nicht seh’n,
seine Sinne, die sind wachsam,
er lässt keinen straffrei geh’n.

Ganz egal, wie lang es her ist,
eine Sünde, Neid und Gier -
irgendwann, da kriegt ein jeder
seinen Lohn, das glaube mir.

©Norbert van Tiggelen

Tief in mir

Ich schenk’ Dir einen Schlüssel,
er führt zu meinem Herzen,
wo ich sehr empfindlich bin,
dort spür ich Freud’ und Schmerzen.

Mit jenem hast Du Zugang,
zu meiner Seele Ohr,
lernst mich dort so kennen,
wie kaum ein Mensch zuvor.

Halt ihn in Deinen Händen,
verlier den Schlüssel nicht,
behüte ihn wie einen Schatz,
damit mein Herz nicht sticht.

©Norbert van Tiggelen

Jetzt wird es richtig spannend! :) (Y)

Wessi vs. Ossi
(oder umgekehrt)

Ob Wessi oder Ossi,
das ist doch völlig gleich!
Wer dieses nicht begreifen will,
der ist im Köpfchen weich.

Wir sprechen eine Sprache,
auch wenn‘s nicht oft so klingt;
die Hymne unseres Vaterlands
ein jeder textgleich singt.

Wir haben doch gemeinsam
so manches schon vollbracht;
der Bundesadler blickt auf uns
bei Tag und auch bei Nacht.

Drum lasst uns weise leben,
in Fried‘ und Harmonie.
Ein Volk muss sich nicht ächten
in Zank und Ironie.

©Norbert van Tiggelen

Lieblingskind

Was gibt es doch bloß für Eltern!
Kaum zu glauben, aber wahr.
Lieben nur ein ganz bestimmtes
ihrer eignen Kinderschar.

Dieser Liebling wird vergöttert
und bevorzugt Tag für Tag;
für den „Außenseiter“ ist es
jedes Mal ein Schicksalsschlag.

Er verkriecht sich tief nach innen
und versteht die Welt nicht mehr.
Für den Rest des Lebens leidet
sein verletztes Innres sehr.

Wahre Eltern lieben herzlich,
zeigen, dass sie aufrecht sind!
Schätzen JEDES ihrer Sprosse
und nicht nur das „Lieblingskind“.

©Norbert van Tiggelen

Arm dran“
(Rechtshänder-Version)

Hab schon immer gern gegeben,
stets geholfen und gemacht;
ich hielt über ein paar Menschen
ganz besonders große Wacht.

War zumeist recht gern gesehen,
wenn ich machte, half und bot.
Daran wird sich auch nichts ändern –
ich bekloppter Idiot!

Trotzdem tu ich‘s gerne weiter,
denn wer hilft, macht nichts verkehrt;
besser als nur wegzuschauen –
das hat man mich so gelehrt.

Doch was sah ich letztens leider
in der „Seelen-Schönheitsfarm“?
Wegen all der guten Taten
fehlt mir jetzt der rechte Arm!

©Norbert van Tiggelen 081217

Virtuell umarmt

Hey, ich möchte dir was sagen –
nein, ich will was mit dir tun!
Ich glaub, dass es dir nicht gut geht;
deine Seele sollt‘ mal ruh’n.

Ich bemerk das schon seit Tagen:
Du bist wirklich arg verstimmt.
Es wird Zeit, dass dich mal jemand
richtig in die Arme nimmt.

Ich will, dass du wieder lächelst,
hab mich deiner jetzt erbarmt;
komm und zeig mir deine Seele –
fühle dich von mir umarmt!

©Norbert van Tiggelen 111217

Verschlossen?

Ich bin nicht verschlossen,
von dem keine Spur.
Ich bin auch nicht eitel –
wer sagt so was nur?

Ich bin halt ein Mensch,
der viel hat erlebt;
drum bin ich gestanzt
und von Wunden geprägt.

Nur eins ist mir wichtig -
ich sag's euch geschwind:
Ich zeig es nur denen,
die mir wichtig sind.

©Norbert van Tiggelen

Zum Wohle?!

Mit Alkohol als Weggefährten
wirst du kein Berg erklimmen;
die Zecherei bringt gar nichts ein –
denn Sorgen können schwimmen.

Vielleicht hilft er für kurze Zeit;
wenn ja, für ein paar Stunden.
Doch glaube mir, zu deinem Wohl:
Bleib nie mit ihm verbunden!

©Norbert van Tiggelen

Manchmal ist es wirklich besser so...

Glücklich geschieden

Endlich Schluss mit Reibereien,
Ruhe kehrt ins Leben ein.
Keine hohlen Diskussionen,
man sieht wieder Sonnenschein.

Nervenkleid hat sehr gelitten,
war zuletzt oft fahl und blass.
Dunkel waren viele Stunden,
uns regierte nur noch Hass.

Resultat nach der Misere:
Diese Zeit hallt lang noch nach.
Bin jedoch auf neuen Wegen
und zudem noch lang nicht brach.

©Norbert van Tiggelen

Vielleicht ist es der Pleitegeier!?

Innerer Wert

Du hältst dich für überflüssig,
weil du nicht viel Kohle hast.
Darum ist der „Pleitegeier“,
ziemlich oft bei dir zu Gast.

Deine Möbel war’n nicht teuer,
haben Macken hier und dort.
Du meinst, wegen deiner Armut
laufen dir die Freunde fort.

Doch glaub mir, was ich dir sage:
Wer so denkt, der liegt verkehrt;
Menschen mit 'nem guten Herzen
sehen deinen inn’ren Wert.

©Norbert van Tiggelen

Hat es euch auch schon erwischt?

Influenza

Ich bringe Dich zum Beben
und das die ganze Nacht;
habe schon ganz anderen
das Leben schwer gemacht.

Du wirst vor Panik zittern,
Dir wird mal heiß, mal kalt;
selbst wenn Du vor Angst betest,
dann mache ich nicht halt.

Ich geb’ mich zu erkennen,
sag es ruhig Deiner Sippe:
Mit mir ist nicht zu Spaßen!
Es grüßt Dich - Deine Grippe.

© Norbert van Tiggelen

Verschlossen?

Ich bin nicht verschlossen,
von dem keine Spur.
Ich bin auch nicht eitel –
wer sagt so was nur?

Ich bin halt ein Mensch,
der viel hat erlebt;
drum bin ich gestanzt
und von Wunden geprägt.

Nur eins ist mir wichtig -
ich sag's euch geschwind:
Ich zeig es nur denen,
die mir wichtig sind.

©Norbert van Tiggelen

Ehrlichkeit bedeutet

Ehrlichkeit bedeutet nicht nur
seinen Nächsten zu belehr’n,
ihm den Spiegel vorzuhalten -
viele machen so was gern.

Ehrlichkeit, das heißt genauso,
seine eignen Fehler seh’n,
sie nicht feige zu bestreiten,
um sie so zu übergeh’n.

©Norbert van Tiggelen

 

Zu kämpfen bereit

Ein bisschen mehr Freude
statt Trauer und Leid,
dann hätte manch ' Seele
ein farbiges Kleid.

Ein bisschen mehr Einklang
statt Hader und Fehde,
dann wäre von Feindschaft
wohl kaum noch die Rede.

Ein bisschen mehr Rücksicht
statt Kühnheit und Lügen,
dann hätt’ auch ein Schwacher
am Leben Vergnügen.

Ein bisschen mehr Frieden
statt Sturheit und Krieg,
es wär für die Menschheit,
ein mächtiger Sieg.

Ein bisschen mehr Wärme
statt Kälte und Hass,
dann wären die Farben
des Alltags nicht blass.

Ein bisschen mehr Güte
statt Raffgier und Neid,
dann wären mehr Menschen
zu kämpfen bereit.

©Norbert van Tiggelen

Das ist ja sehr interessant. Kaum zu glauben, wie viele Tiger zu sehen sind, je länger man auf dieses Bild schaut.

Der Mensch das Tier

Lang bevor’s uns Menschen gab,
hat es das Tier gegeben.
Es wollte hier auf dieser Welt
im Grunde einfach leben.

Doch dann passierte etwas,
der Mensch machte sich breit.
Ein Raubtier, dem es darum ging,
zu schaffen Gier und Neid.

Mittlerweile ist das Tier
dem Menschen untergeben.
Ein Opfer von Gewalt und Lust,
durch Habgier von Strategen.

Es kommt der Tag, so glaubet mir,
dann wird sich dieses rächen.
Wir werden dann an Selbstsucht,
an diesem Leid zerbrechen.

©Norbert van Tiggelen

Zweite Chance

Manchmal möcht' ich gerne reisen
hin nach anno dazumal,
nicht, um wieder neu zu starten,
zu umgehen manches Tal.

Einfach nur, um einen Menschen,
nach sehr langer Zeit zu seh'n,
der jetzt leider nicht mehr da ist;
hoffe, ihr könnt mich versteh'n.

Ihn fest in den Arm zu nehmen, 
ohne Trug und auch Beschiss,
ihm zu sagen: "Mensch, mein Bester,
weißt du, wie ich dich vermiss?"

Ihm zu sagen, was er wert war,
was ich damals nicht begriff,
und mir darum liebe Worte
zu ihm leider meist verkniff.

©Norbert van Tiggelen

Einsamkeit ist kein Geschenk

Manchmal bin ich richtig traurig,
mies gelaunt und nicht gut drauf.
Denn ich mache mir Gedanken
und mich plagt so manch Schluckauf.

Es gibt Menschen ohne Wohnsitz,
kalte Bänke sind ihr Heim.
Frieren, während andre speisen,
halten ihre Not geheim.

Kinder, die in Heimen leben,
würden gern zuhause sein.
Ihre Eltern interessiert ’s nicht,
ist das Leben nicht gemein?

Greise, die in Altersheimen
müde und gebrechlich sind.
Keiner, der sie hegt und tröstet,
nicht einmal das eigne Kind.

Darum sage ich Dir eines,
sei nun ehrlich und bedenk:
Viele Menschen sind jetzt traurig -
Einsamkeit ist kein Geschenk.

©Norbert van Tiggelen

Gut oder böse - das ist hier die Frage!

Böse Zungen

Böse Zungen zischen leise,
miese Witze haufenweise.
Machen Menschen oftmals schlecht,
ist doch wirklich ungerecht.

Böse Zungen sprechen Lügen
und das sogar mit Vergnügen.
Darum leiden oftmals Seelen,
müssen sich durchs Leben quälen.

Böse Zungen rufen schallend,
und im Suff dazu noch lallend,
Dinge, die sich nicht gehören
und den Lebensrhythmus stören.

Böse Zungen muss man strafen,
leider wird’s zu oft verschlafen.
Hätten diese nicht gesprochen,
wär' manch' Psyche nicht zerbrochen.

©Norbert van Tiggelen

Ist es etwa euer Mittelfinger? :)

Einfach ich

Mich kann einfach nichts verbiegen, 
keine Seele dieser Welt,
weder so ein Besserwisser
und auch nicht das liebe Geld.

Habe eine eigne Meinung,
musste durch die Hölle geh’n,
schau mich an, ich leb noch immer,
kann sogar noch besser steh’n.

Musste reichlich Schlachten führen
gegen manchen üblen Feind,
jetzt, nachdem ich würdig siegte,
hat es niemand bös gemeint.

Mich zu ändern nur für andre
kommt mir gar nicht in den Sinn,
darum sage ich Dir deutlich:
Lass mich bleiben, wie ich bin!

©Norbert van Tiggelen

Sklaventreiberei

Um in seinem Soll zu bleiben,
der Trucker hetzt von A nach B.
Der Bauarbeiter kriegt nur Druck,
ihm tun zumeist die Knochen weh.

Der Altenpfleger pflegt sehr gern,
sein Einsatz, der ist eine Wucht. 
Doch mittlerweile kommt’s ihm vor,
als sei er täglich auf der Flucht.

Die Putzfrau putzt wie eine Wilde,
weil’s Revier stets größer wird.
Der Paketzusteller häufig
panisch durch die Gegend irrt

Liebe Freunde, seid mal ehrlich -
Ist das denn nicht nur der Hohn?
Man darf sich oft doppelt quälen,
und das für den gleichen Lohn.

Manchmal wird mir angst und bange -
wann ist sie denn bloß vorbei?
Diese pure Volksverarschung
und auch Sklaventreiberei!

©Norbert van Tiggelen

Ist dumm dasselbe wie naiv?

War ich bekloppt

Dumm war ich so oft im Leben,
half den Menschen unentwegt;
glaubte wirklich, dass man damit
manche gute Freundschaft pflegt.

Leider musst' ich oftmals spüren,
dass man Helfer sogar rügt,
hinter ihren Rücken redet
und sich über sie vergnügt.

Dank für viele große Taten
war: Ich wurde noch gemobbt.
Wütend sage ich mir heute:
Mann, verdammt, warst du bekloppt!

©Norbert van Tiggelen

Durchschaust du sie, oder lässt du dich übers Ohr hauen?

Mit Lügen

Durchs Tratschen von Lügen
wurd’ mancher gesteinigt,
beschuldigt, misshandelt, 
verhöhnt und gepeinigt.

So manch gutes Image
wurd’ oft schon zertreten -
da half auch kein Jammern, 
kein Betteln und Beten.

Gerupft wie ein Hühnchen
wurd’ manch gute Seele
von einer infamen
und heuchelnden Kehle.

Das quälen von Menschen
macht vielen Vergnügen.
Das Schlimmste ist dabei:
Nicht selten mit Lügen.

©Norbert van Tiggelen

Welche, sind eure Macken und/oder Fehler?

Denkfehler

Fehler macht ein jeder mal,
ist ganz menschlich und normal.
Niemand von uns ist perfekt -
wäre auch verdammt suspekt.

Eine wahre Kunst hingegen
und zudem ein großer Segen
ist es, sie nicht zu bestreiten
und auf andre abzuleiten.

Wer seine Fehler von sich weist,
hat erstens einen schwachen Geist
und zweitens was er nicht bedenkt
er die Schuld auf andre lenkt.

©Norbert van Tiggelen

Glückstag

Dieser Tag, der alles ändern
und dich glücklich machen kann,
der dein Leben völlig umwirft 
und dich lächeln lässt fortan.

Dieser Tag, auf den du wartest,
schon seit ziemlich langer Zeit,
könnte morgen schon geschehen –
sei schon mal darauf bereit!

Drum verliere nie die Hoffnung
und schau immer geradeaus.
Denn das Glück kommt von alleine -
nicht wenn man es fordert raus.

©Norbert van Tiggelen

Nur geliehen

Im Grunde ist alles geliehen,
im Leben und auf dieser Welt;
egal, ob die Jolle im Hafen,
der Ruhm, die Familie, das Geld.

Der Schmuck, die Garderobe, das Auto,
sind HIER dein alltägliches Glück.
Doch denke gescheit und auch weise –
am Ende bleibt all das zurück.

Drum lebe dein Leben bedächtig
und nicht nur mit Blick geradeaus;
gezielt auf die eignen Interessen,
auf Schönheit, Gewinn und Applaus.

Erkenn auch die anderen Dinge,
die dir dieses Leben beschert;
sie bleiben in deinen Gedanken
im Jenseits als treuer Gefährt'.

Der Glaube, die Gunst, das Vertrauen,
die Liebe, die Wahrheit somit –
das sind für mich zweifellos Sinne,
die nimmst du gewiss dorthin mit.

©Norbert van Tiggelen

Verschlossen?

Ich bin nicht verschlossen,
von dem keine Spur.
Ich bin auch nicht eitel –
wer sagt so was nur?

Ich bin halt ein Mensch,
der viel hat erlebt;
drum bin ich gestanzt
und von Wunden geprägt.

Nur eins ist mir wichtig -
ich sag's euch geschwind:
Ich zeig es nur denen,
die mir wichtig sind.

©Norbert van Tiggelen