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Daniels Gedichte von Nr. 7 - Nr. 9

"Kolmannskop - Lüderitz"  (Namibia)

 

Kolmannskop,welch tiefe Wunden hast Du gerissen,

wieviele Einheimische hast Du beschissen?

Geraubt hast Du die Kraft und die Seele der Menschen,

Du hast ihnen die Würde genommen,

damit den Gipfel der Ausbeutung erklommen.

Gebaut hast Du Lager mit Stacheldraht,

die Fotos berühren mich tief.

Sie erinnern mich an Deutsche schlimme Zeiten,

die Menschen dort,das waren Deine Sklaven,

ungeachtet ihrer Bedürfnisse und Familien,

denn Kolmannskop musste die "Antwerpener" stillen.

Um des Glanz und protzes Willen.

Vor ihren runden Scheiben starr und stur sitzend,

die Schleifer auf den Kick des Superschliffs wartend,

Karat um Karat wird gepokert,

je mehr Ecken und Kanten umso besser.

Das leuchtende Funkeln,die Farben,

wo bleibt der Gedanke an des "Suchers" Narben?

Ein bischen Geld,ein bischen Reichtum,

macht alles vergessen.

Hollywoods Gesellschaft ist besessen.

Jeder muss Haben und jeder will sein,

oh wie peinlich dieser Schein.

Das Wort "Blutdiamant" kennt ihr nicht,

Ihr wollt nur wahren Euer Gesicht.

Statt einen "Kolmannskop" am Hals zu tragen,

sollt Ihr lieber mal den Hintergrund erfahren.

Schämt Euch!


                                                                               Daniel-Th.Müller

                                                                            Dezember 2014